FAG JHH 2006

Werden Sie arm für Ihre Opfer! – Verein ehemaliger Heimkinder mahnt Bischöfe

Pressemitteilung/Information „Kehren Sie um!“. Mit dieser Mahnung leitet der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VeH), eine Selbsthilfegruppe für Heimopfer in der Nachkriegszeit, seine Forderungen an alle evangelischen und katholischen Bischöfe ein. In Ihrem Brief an 47 Katholische und Evangelische Bischöfe verweist die Sprecherin Heidi Dettinger auf die Verbrechen, auch unter kirchlichen Dächern, bis in den 80er Jahren. Schläge und Folter, Medikamentenmissbrauch und medizinische Experimente, Isolationshaft und Zwangsarbeit, und nicht zuletzt den sexuellen Missbrauch Abhängiger ruft sie in Erinnerung. Die hohen Kosten für die Renovierungen und Neubauten von Bischofsresidenzen brachten das „Fass zum Überlaufen“. Fast 80 Millionen € für das Bistum Limburg und die Diözese Rottenburg. Bekannt ist, dass die beiden großen Kirchen jeweils nur 15 Millionen € in den Opferfonds eingezahlt habe. Helmut Jacob, Vertreter einer...

Opferrente: Für einen Lebensabend in Würde

„Nie wieder ins Heim!“ „Es geht nicht um das Sühnen einiger Ohrfeigen a la Mixa“, so Helmut Jacob zu den lauter werdenden Forderungen von Heimopfern der Nachkriegsjahzehnte nach einer Opferrente. Unlängst traf sich die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“, die seit 4 Jahren Gewalt und Verbrechen an behinderten Kindern in Volmarstein dokumentiert, mit ehemaligen Mitschülern. Ein Gesprächspunkt war die Erarbeitung einer Resolution „Forderungen an Politik und Kirche“. Gruppensprecher Jacob „Volmarstein hat das Leben vieler Kinder negativ beeinflusst.“ Drei Kinder hätten sich laut Eingeständnis der ESV durch die erlebte Gewalt eine Sprachbehinderung zugezogen. Andere misshandelte Kleinkinder zeigten heute Sozialisationsstörungen und hätten keinen Platz in der Gesellschaft gefunden. „Unterlassene und falsche medizinische Versorgung ließen manche Kinder das Heim behinderter verlassen, als sie eingewiesen wurden“, so Jacob,...

Will die Bundesrepublik die Verbrechen an behinderten Klein- und Schulkindern unter den Teppich kehren?

Misshandlungen und Straftaten in einem Heim für behinderte Kinder 1947-1967: - Hiebe mit dem Krückstock auf den Kopf, gegen den Rücken, in die Kniekehle - Schläge mit den Fäusten auf den Kopf, ins Gesicht, auf die Ohren - kindlichen Körper gegen Heizungsrohre schleudern - Aufschlagen des Kopfes auf die Pultplatte bzw. Einquetschen zwischen die Flügel der klappbaren Schultafel - Traktieren der "Eckensteher" mit dem Stock - wenn sie gefallen sind - solange, bis sie wieder aufstanden - Zwangsfütterung (selbst des Erbrochenen) Weitere Gewalttätigkeiten bestanden in der Ausübung psychischer Gewalt z. B.: - Kleinkinder mit dem "Bullemann" oder der Leichenhalle drohen - Kleinkinder und andere Kinder in permanente Angstzustände versetzen durch Drohungen, unangekündigte Schläge, Schlafentzug, unkontrollierte Gefühlsausbrüche - Isolationsfolter, stundenlanges, tagelanges, wochenlanges Einsperren in Badezimmer, dunklem Abstellraum...

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